Dienstag, 25. Juli 2006

Werbung

Meistens nervt Werbung ja so richtig. Aber Image-Kampagnen, die mag ich irgendwie - und wie es so ist als Student, der gerne und oft in der Mensa isst: Man wird angequatscht um an Aktionen teilzunehmen. Ich habe jetzt diverse Phasen einer Marlboro-Aktion durchlaufen und ich finde es bemerkenswert, wie sich mein Stimmungsbild gewandelt hat.

Phase 1:
Ort: Mensa. Zeit: Hunger-Zeit.
Anke und Steffi gehen zum Essen, aus irgendwelchen Warte-Gründen bleibt Zeit um nicht sofort zu Menü 1,2,3 oder 4 zu rennen. Anke entschließt sich, aus Langeweile zum Marlboro-Werbestand zu schlendern. Auch wenn sie weniger rauchen will, kann sie Feuerzeuge gut gebrauchen. Außerdem steht da was von "Abenteuer" und "GPS" und man kann irgendwie an nem Joystick rumspielen... Anke füllt ein Kärtchen mit ihren Daten aus (Marlboro hat ihre Daten eh schon von der letzten Aktion) und spielt ein bissel rum, bekommt dann das Feuerzeug.
(Zur Aktion: Es ging um eine Action-Reise mit 10 Leuten 14 Tage in die USA und GPS-gestützt irgendwelche Checkpoints finden und das Team, das gewinnt ... weiß ich nicht mehr.)

Phase 2:
Ort: zuhause. Zeit: 1-2 Wochen später. Das Telefon klingelt.
Anke wird angerufen von einem netten jungen Mann, der scheinbar hörbar seinen Text von einem Bildschirm abliest. Es entwickelt sich ein lockeres Gespräch. Anke erfährt, dass sie in der ominösen "nächsten Runde" ist und "einer unter wenigen", der zum Probe-Camp eingeladen wird. Anke beantwortet Fragen, wie sie so drauf ist, was ihr wichtig ist im Leben (Freiheit, Freunde, Grenzerfahrungen natürlich) und was sie für persönliche Eigenschaften mitbringen kann (ehrgeizig, kooperativ, rational, planend, spaßhabend - NATÜÜÜÜRLICH).
Am Ende des Telefonats bekommt Anke, nachdem sie die telefonische Feuerwasserprobe quasi bestanden hat, eine mündliche Einladung zum Camp. Wenn sie sich da noch praktisch und nicht nur oral verbal bewährt, darf sie 10 Tage später in die USA fliegen.

Phase 3:
Ort: Briefkasten. Zeit. 3 Tage später.
Anke bekommt alle Daten zum Probe-Camp noch einmal schriftlich. Mittlerweile denkt sie sich, wenn 20 Leute in die USA dürfen, können die ja schlecht 20.000 Leute aufs Camp einladen. Anke grübelt, ob sie da nicht och einfach mal hinfahren sollte. Ein erster Stimmungswechsel kündigt sich an (Drama: erregendes Moment qausi). Dann die negative Gewissheit: das Camp-Wochenende ist dasselbe wie das Boardtreffen-Wochenende - Boardtreffen geht natürlich vor.

Phase 4:
Ort: zuhause. Zeit: 5 Tage später. Das Telefon klingelt.
Anke bekommt einen Nachfass-Anruf. Man erkundigt sich, ob denn die Tasche schon gepackt wäre. Dieses Mal ist es eine junge Dame, die offensichtlich freier spricht. Aber sie will ja auch nur eine Schlüsselinformation: Ob Anke am Tag später nach Leipzig zum Camp fährt oder nicht. Anke sagt ganz lieb ab und macht ihr Bedauern klar. Sie verspricht bei der nächsten Aktion wieder dabei zu sein.

Phase 5:
Ort: zuhause. Zeit: 2 Wochen später.
Anke sitzt am späten nachmittag mit ihren Eltern am Tisch beim Kaffee. Ihre Mutter kommt herein: "Anke, was hastn du dir schon wieder bestellt?" Anke schaut verunsichert auf. Wenn ihre Mutter Bescheid wüsste, wäre ihr klar, dass Anke gerade gar nicht die finanziellen Möglichkeiten hat, überhaupt PORTO zu bezahlen. Sie schaut sich verdutzt das 15x15x4 cm große dunkelblaue Päckchen an. Es gibt keinen Hinweis auf den Absender. Beim Öffnen wird es spannend. Die ganze Familie fragt sich, was jetzt kommt. Eine Marlboro-Gold-Packung (früher: Lights) kommt zum Vorschein. "OOOOHHH!" Anke nimmt die Packung in die Hand (mal gucken, ob die Kerle geizig waren, oder ob die Packung voll ist) und stellt fest, dass sie ungewöhnlich schwer ist. Es ist ein Feuerzeug drin.(andere Blogger haben es auch bekommen:)
gold_lighter

Ja voll schick, das Ding. Und eben: Unerwartet - Das ist glaube ich der Punkt, der mich so überrascht hat (haha). Eine ganz unaufdringliche Werbe-Kampagne. Und sie schenken mir was (das dritte Feuerzeug! Aber wenn die alle nur so kurz leben, wie das erste, dann brauch ich diesen 4-Wochen-Rhythmus). Ich sage zu meinem Papa noch, wie nett ich das finde und was das doch mal fürn positiver Umgang ist, ohne ewig "Sie können gewinnen..." und durchkrame das Paket noch einmal. Da finde ich dann doch noch eine potentielle *nerv*-Broschüre. Aber auch die - reines Image. Schöne Bilder und auf jeder Seite 1 Spruch zum Thema Gold. Keine nervige Auflistung von Vorteilen oder so. Dann noch ein kleines Kärtchen: Man interessiert sich, wie ich die Image-Broschüre empfinde und sowas. 5 Fragen. Wenn ich antworte, kann ich nen MP3-Player gewinnen (AH, endlich "Sie können gewinnen!" denk ich mir kritisch, aber Moment mal, mein MP3-Player hat den Geist aufgegeben - das passt ja SCHON WIEDER!)



"Porto zahlt Empfänger" steht auf der Rückseite. Ich werde ab sofort Brieffreundschaften mit Marlboro pflegen.

Ups and Downs

#1:
UP: Billy, das Regal steht. Billie, mein Wellensittich, steht daneben.
DOWN: Zwei von Drei Metern und Fünfzig Schrankwand stehen auch noch. Und mein Rücken schmerrrrrzt! Dieses Geschleppe hat jetzt erst einmal eine 2-tägige Pause.

#2:
UP: Ich kann diesen Abend genießen um mein Blog weiter zu füllen. Schön, diese Ruhe.
DOWN: Unser Kabelanschluss ist seit heute mittag ausgefallen. Offensichtlich sind wir der einzige Anschluss dieser Welt, dem es so geht. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

#3:
UP: Das Semester hat übermorgen ein erstes Ende für mich. Das bedeutet, wir müssen wieder eine Semesterend-Party machen. Vielleicht kombiniert mit Renés und meinem Geburtstag. Da wäre auch meine Cousine dabei. Und Domenik!
DOWN: Das Semester hat ERST übermorgen ein erstes Ende für mich.

#4:
UP: Bei der Firma mit den 3 Buchstaben gibts wieder was zu arbeiten. Ich muss ja im August auf mein Geld kommen. Und zwar ein Projekt, wo man Leute zuhause interviewt. Der Knaller: im Raum München, Mannheim und Düsseldorf. Ich habe mich für Düsseldorf vormerken lassen um das Arbeiten mit einem "Urlaub" verbinden zu können - Stichwort "Work-Life-Balance".
DOWN: Kollege K. meinte, die Unkosten, würden in keinem Verhältnis zur Vergütung stehen.

#5:
UP: noch 11, dann habe ich Domeniks Counter eingeholt.
DOWN: irgendwie betreibt Domenik bessere PR, oder warum hat der soviele Visits?

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