Dienstag, 2. Januar 2007

Adams Äpfel

Mein Vorsatz für dieses Jahr heißt (bis auf weiteres): mehr Kino, mehr Konzerte, mehr Festivals. Zur Durchführung des Vorsatzes sind jederzeit Begleitungen gesucht und erwünscht!

Im Atlantis läuft mittlerweile in der 13. Woche der dänische Film "Adams Äpfel" und nach den überaus guten Bewertungen auf der Atlantis-Homepage, entschied ich mich mir diesen Film schleunigst anzugucken, bevor er evtl. aus dem Programm genommen wird. Der Mathe-Alex und die Mathe-Alex-Freundin Jana waren so nett mich zu begleiten.

Der Film handelt vom Neonazi Adam, der zu Pfarrer Ivan kommt um in dessen Kirche ein besserer Mensch zu werden. Scheint wohl Teil seines Bewährungsprogramms zu sein. Ivan ist das genaue Gegenteil von Adam: er sieht nur das Gute im Menschen, schlechte Dinge sieht er als Herausforderung des Teufels und überhaupt meint er, dass er bzw. Gott bisher noch jedem geholfen hat. Es entwickeln sich einige lustige Szenen aus der Tatsache heraus das Ivan ein derartig guter Mensch ist, dass das Publikum schon eher mit Adam in seiner Verwunderung mitfühlt und man sich so plötzlich auf der Seite des Neonazis sieht. Vom den ganzen kleinen Witzen mal abgesehen, die Ivan bringt, weil er einfach irgendwie nicht ganz an der realen Welt teil hat. Stichwort: "Das auf dem Bild ist doch nicht Hitler, Hitler hatte doch einen Vollbart..... Ach! Stimmt! Ist doch Hitler, hab ich wieder mit dem Russen verwechselt!"
Adams Aufgabe während seines Aufenthalts in Ivans Kirche ist es am Ende einen Apfelkuchen zu backen. Leider wird der kirchliche Apfelbaum zuerst von Raben, dann von Würmern und schließlich vom Blitz getroffen. Und mit jeden Stück des Niedergangs des Apfelbaums scheint auch Ivan aus seiner Traumwelt geholt zu werden, denn Adam hat sich vorgenommen ihm klar zu machen, dass er sich nur alles schön redet aber nichts bewirkt.
Das große Ende ist wahrlich sarkastisch, herrlich - einfach meisterlich. Selten so gut gelacht! Aber natürlich werde ich das nicht verraten.

Auch die Schauspieler sind super. Natürlich dachte ich, ich würde dänische Schauspieler nicht kennen. Doch nach 5 Minuten gab es dasselbe Aha-Erlebnis wie in Casino Royale - "den kenn ich doch!" Und zwar wird der Pfarrer Ivan gespielt von Mads Mikkelsen, den der geneigte Filmfestivalgänger aus "Prag" und der Rest der Welt als James Bond-Bösewicht kennt. Von Film zu Film darf er offnsichtlich mehr reden und aus anderen Körperöffnungen bluten. Aber genug der Andeutungen. Wenn ich den Film jemals als DVD bekomme, werde ich eh alle die ich kenne zwingen, ihn sich anzuschauen!

Bewertung: 5 von 5 möglichen Punkten!

Konzerte

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